Tipps & Tricks

Hier findet ihr einige interessante Infos rund um das Thema Super 8. Natürlich kommen immer mal wieder Themen hinzu.

Daher bitte noch etwas Geduld !

 

Wie lagere, reinige und konserviere ich meine Filme ?

Diese Frage hat in den diversen Foren schon wahre Glaubenskriege ausgelöst. Entsprechende vielfältig sind die Antworten. Wenn ihr zu diesem Thema Kritik oder Anregungen habt, dann lasst es mich wissen ;-)

Ich schreibe hier mal wie ich es mache:

Lagerung & Konservierung:

Zwar am besten in liegenden Blechdosen in Kellerräumen, in denen 20°C nicht überschritten werden (am besten 14-18°C) und deren Luftfeuchtigkeit bei ca. 50- 55% liegt, aber wer hat schon solch einen Raum für seine Super 8-Sammlung zur Verfügung ?
Ich nicht - wir haben keinen Keller !

Also lagern meine Filme in den normalen Wohnräumen.
Blechdosen habe ich nur für meine Komplettfassungen. Schnittversionen lagere ich in den Original-Verpackungen.

Bei beiden habe ich auf dem Boden mit doppelseitigem Klebeband ein Löschpapier (aus Unwissenheit bei Wittner mitbestellt - letztendlich tut es auch “handelsübliches”, es muss nur chlor- und säurefrei sein ;-) befestigt. Hierauf kommen dann entsprechend der Filmlänge die Anzahl Tropfen von Klimacontrol (Die Tabelle findet Ihr hier...).

Eine Alternative ist hierbei Campher-Spiritus (gibt’s in jeder Apotheke und ist billiger). Hiervon 2-3 Tropfen je Dose auf ein Stück Löschpapier (ca. 8x3 cm) geben und dies auf dem Boden befestigen. (Dank an Michael Schneider für den Tipp)

Klimacontrol bzw. Campher-Spiritus sorgen für das “richtige” Lagerklima in dem gelagerten Behälter und kann in gewissen Umfang die Luftfeuchtigkeit regulieren und so die Elastizität des Filmmaterials erhalten. Der Campher-Spiritus sollte einmal im Jahr, Klimacontrol spätestens alle zwei Jahre erneuert werden.

 

Reinigung:

Für die Erstreinigung benutze ich entweder “normalen” Filmreiniger oder bei leicht geschrumpften Acetat-Filmen “Filmrenew” von Wittner. Benötigt werden ausserdem ein fusselfreies Baumwolltuch - sollte möglichst weich sein -, entweder zwei Filmumroller oder einen Filmbetrachter und - sofern vorhanden - eine Metallspule zum Aufrollen.

Tipp:
Wer kein Baumwolltuch zur Verfügung hat, der kann auch das feine Microfasertuch (grün) von Lidl benutzen. Funktioniert auch und macht keine Laufstreifen. (Danke für den Tipp an Jörg Niggemann)

Nun das Baumwolltuch leicht befeuchten, zu einer Art Kissen zusammenfalten und dort den Film unter leichtem Andruck durchlaufen lassen. Ihr solltet diese Stelle des öfteren wechseln, um zu vermeiden, dass ihr den Dreck über den gesamten Film zieht...
Ausserdem sollte das Tuch wirklich nur leicht befeuchtet sein, da ansonsten evtl. Folienklebestellen angegriffen werden könnten !

Eigentlich sollten bei dieser Methode zwar keine Rückstände auf dem Film sein, aber sicherheitshalber spule ich ihn wieder durch trockene Stellen in dem Tuch zurück.

Ist der Film dann sauber, kommt jetzt ein sehr ungewöhnlicher Durchgang, der vielleicht bei manchen Kopfschütteln auslöst, aber wirkungsvoll ist.
Um den Film gleichfähiger und geschmeidig zu machen, benutze ich nun - dank dem Hinweis von Jörg Niggemann - die “Tiefenpflege Seidenmatt” von ArmorAll in der Sprühflasche (300ml). Bekommt man in nahezu jedem Baumarkt, Real usw. bei den Autopflegemitteln.

Einmal AmorAll auf das Baumwolltuch sprühen und “einmassieren”, damit es besser verteilt ist. Nun den Film wieder wie oben unter leichtem Andruck durch das Baumwolltuch bzw. das Mikrofasertuch laufen lassen und evtl. bei Bedarf die Stelle wechseln. Um Rückstände zu vermeiden, solte ArmorAll wirklich sparsam angewendet werden!
Danach den Film einfach wieder zurückspulen. Das Projektorgeräusch wird stark vermindert und klingt auch weniger “angestrengt”, da der Film besser durch den Kanal gleitet.
War am Anfang auch etwas skeptisch und habe es mit einem “Testfilm” ausprobiert, der bis dato nicht sauber auf meinen Elmos lief (schlechter Bildstand, Bildzittern). Es hilft wirklich ! Der Film läuft absolut sauber und ruhig durch !

Ist der Film dann mit ArmorAll behandelt, genügt es bei zukünftigen Vorführungen, den Film einfach durch das trockene Mikrofasertuch zurückzuspulen.

 

 

Wie bekomme ich den Ton von meinem Projektor in meinen Verstärker ?

Ihr habt einen Projektor, der zwar einen Line-Eingang aber keinen -Ausgang hat? Das einzige ist ein Lautsprecherstecker ? Kein Problem !

Um einen geeigneten Kinosound zu erzeugen, besorgt euch einen sog. “High/Low Impedance Adapter”. Dieser kommt in die Lautsprecherbuchse des Projektors und wandelt das Signal so um, dass ich es in einen Cinch-Eingang eines Verstärkers schleifen kann. Gibt’s bei Ebay für rund 10 Euro.

High/Low Imepdance Adapter

Da ja die Projektoren immer nur einen Ausgang haben, kommt hier noch ein
Cinch-Y- Kabel dazu. Damit habe ich einen Stecker, der auf 2 Buchsen geht. Daran wird ein “normales” Cinch-Kabel angeschlossen, welches dann in den Verstärker geht. Bei Super 8 gab es eh noch keinen Surround-Sound ;-)

 

 

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Acetat und Polyester ?

Zunächst passt schon mal mehr Filmmaterial auf die Spule drauf. Und dann gäbe es noch den “einfachsten” Test:
Haltet die Spule so gegen das Licht, dass ihr seitlich - also auf die Windungen - draufschaut. Ist sie weitestgehend transparent, so ist das Material Polyester, ist es dunkel, dann ist es Acetat. Wie sowas aussieht, könnt ihr hier sehen (auf dem Erno-Betrachter ist eine Acetat- und auf dem Revue eine Polyesterkopie).

Dann gibt es noch die Möglichkeit des Reißtestes: Lässt sich das Material leicht einreißen, so ist es Acetat. Polyester hingegen dehnt sich eher, als dass es kaputt geht.

Ausserdem kann man Acetat nass und trocken kleben, während Polyester nur mit Film-Klebeband - also trocken - funktioniert.

 

 

Wie entferne ich vom Revue Lux Sound 310 das Objektiv, um den Filmkanal reinigen zu können ?

Das Objektiv kannst man wie folgt entfernen:

  • Focusknopf (der mit den 2 Pfeilen) gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen
  • Objektiv leicht hinein drücken
  • Focusknopf noch etwas gegen den Uhrzeigersinn weiter drehen (es genügen 1-2 mm)
  • Objektiv herausnehmen
  • die orangene Arretierung leicht nach links drücken und der Filmkanal wird freigegeben.

(Dank an Jürgen Marschner für den Tipp - kann man in der Gebrauchsanleitung schlecht erkennen ;-)